Waldbrand bei Burgthann fordert Großaufgebot der Feuerwehren

Einsatz B WALD – im Freien – Wald groß (> 1.000 m²)

Einsatznr.:

13/2026

Einsatzart:

Brand Wald – groß (<1.000qm)

Einsatzort:

Wald Burgthann

Einsatzende:

18:30 Uhr

Alarmierte Einheiten:

FF Altenthann
FF Burgthann
FF Ezelsdorf
FF Feucht
FF Lindelburg
FF Mimberg
FF Moosbach
FF N-Land
FF Pattenhofen
FF Schwarzenbruck
Luftbeobachter
ILS Lagedienst
Kreisbrandinspektion
THW Fachberater

Am Samstag, den 27.06.2026, bemerkte ein aufmerksamer Spaziergänger Rauchschwaden im Wald bei Burgthann und verständigte umgehend über den Notruf 112 die Feuerwehr. Der Brandgeruch sowie leichte Rauchschwaden waren teilweise bis nach Mimberg wahrnehmbar.

Nach der Alarmierung rückte die Feuerwehr Mimberg mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF), dem Mannschaftstransportwagen (MTW) sowie dem ATV zur Erkundung aus. Der Brand konnte schließlich in einem Waldstück in der Nähe des Wasserhäuschens bei Burgthann lokalisiert werden.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen bereits rund 300 Quadratmeter Waldfläche in Brand. Durch das Feuer entstand eine starke Rauchentwicklung, die bereits aus größerer Entfernung sichtbar war.

Unverzüglich wurde mit dem Aufbau der Wasserversorgung und den ersten Löschmaßnahmen begonnen. Kurze Zeit später trafen die Einsatzkräfte aus Burgthann zur Unterstützung ein. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) unterstützte die Brandbekämpfung direkt an der Einsatzstelle, während das Löschgruppenfahrzeug die Wasserförderung sicherstellte.

Da die Flammen bereits eine Höhe von drei bis vier Metern erreicht hatten und sich das Feuer aufgrund der Witterung und des Geländes weiter auszubreiten drohte, wurden weitere Feuerwehren nachalarmiert.

Die Feuerwehren aus Altenthann, Feucht und Pattenhofen wurden zunächst eingeteilt, um die Brandbekämpfung von der Nordseite beziehungsweise aus Richtung Pattenhofen zu übernehmen. Diese Taktik wurde durch die Einsatzleitung jedoch verworfen, da sich ein Einsatz der Fahrzeuge im Pendelverkehr zur Löschwasserversorgung als sinnvoller erwies.

Die Feuerwehr Ezelsdorf richtete am Kindergarten Burgthann eine Löschwasserentnahmestelle ein und koordinierte dort die eingesetzten Fahrzeuge. Von dort transportierten die Feuerwehren aus Feucht, Altenthann und Schwarzenbruck das Löschwasser im Pendelverkehr zum Übergabepunkt am Wasserhäusle.

Zur Unterstützung waren außerdem die Polizei, der Rettungsdienst, ein THW-Fachberater, die Kreisbrandinspektion sowie die Drohnengruppen der Feuerwehren Feucht und Moosbach im Einsatz. Zusätzlich wurde ein Luftbeobachter angefordert, der die Einsatzstelle aus der Luft überflog. Die Luftaufnahmen und Erkundungsergebnisse lieferten wichtige Erkenntnisse für die Einsatzleitung.

Bereits in einer frühen Phase des Einsatzes machte sich der 1. Bürgermeister Rainer Bock ein Bild von der Lage vor Ort und versorgte die Einsatzkräfte mit Getränken. Im weiteren Verlauf brachte er nochmals eine zusätzliche Lieferung an die Einsatzstelle. Diese Unterstützung war angesichts der hohen Temperaturen und der langen Einsatzdauer eine große Hilfe für alle eingesetzten Kräfte.

Nach rund vier Stunden konnte schließlich „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Die letzten Glutnester wurden abgelöscht und die eingesetzten Kräfte konnten bei weiterhin rund 38 Grad Celsius im Schatten mit dem Rückbau der Einsatzstelle beginnen.

Ein herzlicher Dank gilt allen eingesetzten Kräften, dem aufmerksamen Melder, dem 1. Bürgermeister Rainer Bock für die hervorragende Versorgung der Einsatzkräfte sowie dem Eisspender für die willkommene Abkühlung während dieses kräftezehrenden Einsatzes.

Wir hoffen, dass die kommenden Tage ohne weitere Waldbrände verlaufen, und appellieren an alle Waldbesucher, insbesondere in Zeiten anhaltender Trockenheit, besonders vorsichtig zu sein.